Brainwalking

Brainwalking

Kreativitätstechnik

Brainwalking

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Kreativitätstechnik

Das Brainwalking ist eine Kreativitätstechnik zur Ideenfindung und ist eine Form des Brainstormings. Nach Fritz Hellfritz, der das klassische Brainwalking 1978 definierte, ist die Methode ein freies Sammeln von Ideen durch Aufschreiben der Ideen auf im Raum verteilter Metaplanwände. Dabei wird der Vorteil von Bewegung mit einbezogen.

Was ist das Brainwalking?

In erster Linie dient das Brainwalking der Erzeugung von Ideen und Lösungsansätzen. Diese Kreativitätstechnik nutzt die Vorteile des Brainstormings und vermeidet seine Nachteile. Die Vorteile liegen auf der Hand: ungestörte Assoziationen und Ideenentwicklung, ohne von den anderen Teilnehmern bewertet zu werden. Die Nachteile beim Brainstorming liegen vor allem bei dem statischen Vorgehen. Letzterer Punkt wird beim Brainwalking durch das Gehen während der Phase der Ideenfindung vermieden. Dadurch entsteht Dynamik und die Bewegung ist gut für die Leistung unseres Gehirns. Die Durchblutung wird gefördert und damit der Ideenfluss gesteigert, denn Bewegung ist ein wesentliches Element in Bezug auf kreatives Denken. Das Auflockern der kreativen Phase führt zu besseren Ideen und jeder Teilnehmer kann unvoreingenommen auf die Ideen der anderen aufbauen.

Durchführung

Vorbereitungen

Damit die Methode auch sinnvoll angewendet werden kann, ist viel Platz empfehlenswert. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte hier nicht nur ein Raum mit einbezogen werden. An dem gewählten Ort werden pro 2 bis 3 Teilnehmer jeweils ein Flipchart mit Blättern und Stiften aufgestellt. Für eine effektive Ideenfindung sollte die Teilnehmerzahl zwischen 6 und 9 Personen liegen. Dabei ist ein ungefährer Zeitrahmen von 20 bis 30 Minuten einzuplanen.

Grundregeln

Für die optimale Durchführung ist es wichtig, dass während der Ideenfindung nicht gesprochen wird, damit die Assoziations- und Gedankenketten nicht unterbrochen werden. Das gilt nicht nur für das spezifische Thema, sondern auch für private Gespräche, die für Ablenkung sorgen können. Ebenso ist Bewegung ein Muss bei dieser Kreativitätstechnik. Hierbei ist sogar leichtes Joggen effektiver als gemütliches Gehen, da hierdurch das Gehirn mehr angeregt wird. Jedoch sollte auch nicht übertrieben werden. Kurzatmigkeit führt zu weniger Sauerstoff im Gehirn und beeinträchtigt unser Denken.

Ablauf

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Brainwalking anzuwenden. Bei der ersten Variante wird auf jedem Flipchartblatt die gleiche Headline notiert. In einer vorgegebenen Zeit schreibt nun jeder seine spontanen Einfälle auf das Blatt vor sich. Im nächsten Schritt gehen die Teilnehmer herum, schauen sich die Ideen der anderen an, ergänzen diese oder bilden neue Assoziationen.

Bei der zweiten Variante hingegen wird auf jedes Blatt eine andere Fragestellung aufgeschrieben. In der vorgegebenen Zeit laufen die Teilnehmer nun von Flipchart zu Flipchart und notieren jeweils dort ihre Ideen, bei dessen Überschrift ihnen spontane Einfälle kommen. In beiden Fällen folgt die Auswertung. Auch hierfür gibt es wieder zwei mögliche Wege.

Für beide Auswertungsmethoden werden die einzelnen Ideen auseinandergeschnitten und hingelegt. Die erste Möglichkeit ist das sogenannte Cherry Picking. Hierbei wählt jeder Teilnehmer intuitiv drei Ideen aus, die er am vielversprechensten findet. Im Anschluss sortiert er wieder zwei aus. Somit hat jeder einen Favoriten, den er der Gruppe vorstellt. Nachdem alle Favoriten gekürt wurden, selektiert die Gruppe die Ideen weiter, bis eine sinnvolle Auswahl für das Problem gefunden wurde. Diese Auswahl wird nun anhand der Fragestellung bewertet.

Die zweite Möglichkeit wird als Blitzsortierung bezeichnet. Hierbei werden alle Ideen auf den Boden gelegt und nach Gemeinsamkeiten sortiert. Diese Gruppierungen werden mit Überschriften versehen. Danach erfolgt eine weitere Runde der Ideenfindung, um die vorhandenen weiterzuentwickeln. Ist hier eine gute Auswahl getroffen worden, erfolgt ebenfalls eine Bewertung der Ideen.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Das Brainwalking ist eine sehr leicht verständliche Kreativitätstechnik und benötigt keine großen Erklärungen.
  • Da jeder für sich seine Ideen nieder schreiben kann, ist dieses Methode auch sehr gut für zurückhaltende Teilnehmer geeignet.
  • Die Bewegung sorgt für eine lockere Atmosphäre, wodurch die Ideenentwicklung angeregt wird.
  • All das führt zu einer sehr effektiven Kreativitätstechnik.

Nachteile

  • Ein Nachteil ist, das für diese Technik viel Platz benötigt wird, damit die Teilnehmer sich auch ausreichend bewegen können.
  • Daran schließt sich an, dass zu enger Raum und evtl. auch eine zu kurze Zeit zu oberflächlichen Ergebnissen führen können.

Fazit

Das Brainwalking bietet eine dynamische Alternative zu den meisten anderen Techniken. Durch die Bewegung wird das Denken angeregt und das Miteinander aufgelockert. Steht genügend Platz zur Verfügung, sollte diese Kreativitätstechnik definitv zur Auswahl stehen, wenn es um die Ideenfindung geht. Du hast schon Erfahrungen mit dem Brainwalking gemacht? Dann erzähle uns gerne in den Kommentaren davon!

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